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Offenlegungsbericht nach § 26a KWG zum 31.März 2011


Mit diesem Bericht setzt die State Bank of India, Zweigniederlassung Frankfurt/ Main (SBI Frankfurt) die Offenlegungsanforderungen nach § 26a Abs. 1 KWG in Verbindung mit §§ 319 bis 337 SolvV um. Der Bericht erstellt ein umfassendes Bild über das aktuelle Risikoprofil und das Risikomanagement der SBI Frankfurt. Er gliedert sich in folgende Punkte:

1. Beschreibung des Risikomanagements

Der Lagebericht 2010/11 der SBI Frankfurt enthält grundsätzliche Informationen zum Risikomanagement.

2. Eigenmittelstruktur

Die Eigenmittel setzen sich wie folgt zusammen:
Kernkapital nach § 10 Abs. 2a KWG in Höhe von (darin enthalten $ 50 Mio. bewertet zum Tageskurs) €143.684.463,02
zur Stärkung der eigenen Mittel überlassene Überschüsse €23.221,903,67
Fonds für allgemeine Bankrisiken €100.000,00
Abzüglich Immaterielle Anlagewerte €8.766,22
Zwischensumme

€166.997.600,47

./. gebundenes EK (statt Pauschalwertberichtigung) €3.000.000,00
Summe aufsichtsrechtliche Eigenmittel €163.997.600,47

 

3. Angemessenheit der Eigenmittel

Die SBI Frankfurt verwendet zur Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung den Kreditrisikostandardansatz (KSA).

In der folgenden Tabelle sind die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen gemäß § 325 Abs. 2 Nr. 1-4 SolvV gegliedert nach den wesentlichen Risikoarten) aufgeführt.

Angaben in T€
Zentralregierungen 376
Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften 0
Institute 17.640
Unternehmen 43.694
Mengengeschäft 15
Sonstige Positionen 79
Summe KSA 61.804
KSA Verbriefungstransaktionen 0
KSA 61.804
Marktrisiken gem. Standardansatz 2.697
Operationelle Risiken gem. Basisindikatoransatz 3.065
Summe Eigenkapitalanforderungen für Adressenausfallrisiken 67.556

Am 31.3.2011 lag die Gesamtkapitalquote und die Kernkapitalquote bei 19,42%, damit über den jeweiligen aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindestkapitalquoten für das Gesamtkapital (8%) und für das Kernkapital (4%).

Die im Rahmen unseres Risikomanagements betrachtete Risikodeckungsmasse wird im Risikotragfähigkeitsbericht der SBI Frankfurt losgelöst vom Begriff des regu-latorischen Eigenkapitals analysiert. Unabhängig von dem haftenden Eigenkapital werden der erwartete Jahresüberschuß ebenso wie bereits gebildete Wertberichti-gungen in ein Verhältnis zum Stresstest gesetzt, wobei die durchnittlichen Teilbe-triebsergebnisse der beiden letzten Berichtsjahre als Referenzdaten dienen. Dabei stellt sich heraus, daß die Risikodeckungsmasse aus erwarteten Gewinnen der lau-fenden Berichtsperiode einem Stresstest von 3.0% genügen würde, ohne daß Eigenkapital angegriffen werden müßten.

4. Derivative Adressenausfallrisikopositionen

Die SBI Frankfurt wickelt lediglich Swapgeschäfte zur Sicherung von Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisken ab. Zur Quantifizierung der Eigenkapitalanforderungen wendet die SBI Frankfurt die Marktbewertungsmethode nach § 11 GroMiKV an. Das anzurechnende Kontrahentenausfallrisiko per 31.03.2011 betrug € 4,085 Mio.

5. Adressenausfallrisiko

Das Kreditausfallrisiko ist auf Grund des Geschäftsmodells der SBI Frankfurt von besonderer Bedeutung.

Das Bruttokreditvolumen der SBI Frankfurt (§ 327 SolvV) gliedert sich wie folgt auf:

5.1 Bruttokreditvolumen nach Risiko tragenden Instrumenten

Im laufenden Geschäftsjahr hat sich das Kreditvolumen gemäß § 19 Abs. 1 KWG wie folgt entwickelt (Angaben in T€):

  31.03.2010 31.03.2011
Guthaben bei Zentralnotenbanken 13.667 16.436
Forderungen
Kurz- und mittelfristige Forderungen an
Kreditinstitute 606.673 543.478
Kunden 285.408 312.046
Langfristige Forderungen an
Kreditinstitute 0 0
Kunden 69.113 62.118
Schuldverschreibungen und andere
Festverzinsliche Wertpapiere 132.086 131.079
Summe Bilanzaktiva 1.108.117 1.066.805
Derivate 1.647 4.085
Andere außerbilanzielle Geschäfte
Unwiderrufliche Kreditzusagen 25.225 3.903
Bürgschaften und Gewährleistungen 274.365 324.028
Summe der außerbilanziellen Geschäfte 301.237 332.016
Kreditvolumen 1.409.354 1.350.029

5.2 Bruttokreditvolumen nach geographischen Hauptgebieten per 31.03.2011

  Banken Nichtbanken Gesamt Anteil
T€ %
Deutschland 346.474 241.147 587.621 42,05
Indien 163.248 117.006 280.254 20,05
EWR (ohne Deutschland) 219.876 147.967 367.844 26,35
Andere 42.163 119.610 161.773 11,55

5.3 Bruttokreditvolumen nach Hauptbranchen

Branchengliederung 31.03.2011 31.03.2010
  TEUR % TEUR %
Banken 789.866 56,5 823.946 58,6
Nichtbanken
Baugewerbe 14.426 1,0 15.877 1,1
Beteiligungsgesellschaften 13.659 1,0 15.180 1,1
Chemische Industrie 61.906 4,4 73.570 5,2
Datenverarbeitung 9.589 0,7 20.325 1,5
Dienstleistungen  6.175 0,4 6.696 0,5
Energieversorgung 91.677 6,6 36.217 2,6
Erzbergbau 10.551 0,8 0 0,0
Elektrizitätserzeugung 78.702 5,6 39.305 2,8
Erdöl, -gasverarbeitung 21.102 1,5 11.131 0,8
Handel 0 0,0 1.956 0,1
KfZ und KfZ-Teile 24.424 1,7 45.592 3,3
Luftfahrt 0 0 17.431 1,2
Maschinenbau 55.011 3,9 42.804 3,0
Medizin-, Mess- und Steuertechnik 14.068 1,0 0 0,0
Metallerzeugung- und Verarbeitung 68.554 4,9 81.426 5,8
Öffentliche Verwaltung 4.711 0,3 4.696 0,3
Privatpersonen 251 0,0 245 0,0
Schifffahrt 8.263 0,6 7.416 0,5
Sonstige Dienstleistungen 15.003 1,1 15.542 1,1
Sonstiger Fahrzeugbau 781 0,1 3.958 0,3
Textilgewerbe 10.717 0,8 19.397 1,4
Papiergewerbe 5.290 0,4 5.581 0,4
Telekommunikation 15.575 1,1 14.843 1,1
Glasindustrie 27.000 1,9 27.000 1,9
Übrige Finanzdienstleistungsunternehmen 20.000 1,4 39.187 2,8
Versicherungen 30.191 2,2 19.075 1,4
Sonstige 0 0 16.532 1,2
Summe Nichtbanken 607.626 43,5 580,979 41,4
Summe Banken und Nichtbanken 1.397.492 100,0 1.404.928 100,0
Zinsabgrenzungen 2.994   3.257  
Summe gesamt 1.400.486   1.408.185  

5.4 Bruttokreditvolumen nach Restlaufzeiten per 31.03.2011

Forderungen an Kreditinstitute in T€ (ohne abgegrenzte Zinsen)
Bis 3 Monate 508.469
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 22.978
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 11.751
Mehr als 5 Jahre 0
Forderungen an Kunden
Bis 3 Monate 686
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 87.164
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 245.973
Mehr als 5 Jahre 38.712

5.5 In Verzug geratene und notleidende Kredite

4 Kredite in Höhe von T€ 10.877 sind per 31.03.2011 mit T€ 8.040 wertberichtigt.

5.6 Risikovorsorge

Zur Vorsorge für latente Kreditrisiken bildet die SBI Frankfurt keine Pauschalwert-berichtigung, da diese in der Zentrale die Bildung einer Wertberichtigung erfordert. Stattdessen betrachten wir auf Anweisung derBaFin € 3 Mio. Kapital als gebunden.

6. Marktrisiko

Die Zinsrisiken bei der SBI Frankfurt werden im Risikotragfähigkeitsbericht für das Kreditgeschäft als marginal bezeichnet, da die meisten Kredite auf der Basis von gleitenden Zinssätzen abgeschlossen werden. Bei längerfristigen Zinssätzen wer-den diese gegen Zinssatzänderungsrisiken abgesichert.

Die SBI Frankfurt ist ein Nicht-Handelsbuchinstitut. Sofern gehandelt wird, geschieht dies im Rahmen der Bagatellgrenzen (max. € 10 Mio.). Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden keine Handelsgeschäfte getätigt. Wertpapiere im Anlagebestand werden grundsätzlich zu Anschaffungskursen bewertet.

Die Eigenmittelanforderungen für Marktrisiken per 31.3.2011 betrugen T€ 2.697

7. Operationelles Risiko

Die Berechnung der Eigenkapitalunterlegung von operationellen Risiken erfolgt in der SBI Frankfurt nach dem Basisindikatorenansatz. Der Anrechnungsbetrag für operationelle Risiken wird mit 15% des 3-Jahres-Durchschnitts des Bruttoertrages der SBI Frankfurt ausgewiesen. Zum 31.3.2011 ergibt sich ein Anrechnungsbetrag von T€ 3.065

8. Zinsänderungsrisiko

In der nachfolgenden Tabelle wird gemäß § 333 Abs. 2 SolvV dargestellt wie sich unter der Annahme im Ausmaß verschiedener Zinsszenarien (Schocks) die Höhe des Nettozinseinkommens verändert.

Änderung des Zinseinkommens unter Annahme von Zinsschocks per 31.03.2011

Angenommene Zinsänderung Änderung des Nettozinseinkommens in T€
+/- 25 bps € 280
+/- 50 bps € 561
+/- 100bps € 1.121
+/- 200 bps € 2.242

9. Kreditrisikominderungstechniken

Die SBI Frankfurt berücksichtigt zur Kreditrisikominderderung sowohl Finanzsicher-heiten als auch Gewährleistungen. Bei den finanziellen Sicherheiten handelt es sich um zu Gunsten der SBI Frankfurt verpfändete Bareinlagen. Daneben dienen der SBI Frankfurt Abtretungen aus dem Umlaufvermögen als Sicherheit und Grundschulden.

Sicherheiten werden insbesondere bei indischen Kreditnehmern auch in der Form von Garantien seitens der indischen Muttergesellschaft des Kreditnehmers gewährt, sowie durch Rücknahmeverpflichtungen der kreditunterstützenden Niederlassung der SBI in Indien. - Uns ist bewußt, daß die letztgenannte Sicherheit keine Sicher-heit im Sinne des HGB ist, sie hat sich jedoch auf Grund der Erfahrung in der SBI Frankfurt als wichtige Sicherheit erwiesen.

Berücksichtigungsfähige Sicherheiten in Mio € per 31.03.2011

Forderungsklasse Bareinlagen UmlaufV AnlageV Garantien Rücknahmeverpflichtg.
Zentralregierungen 0 0 0 20,0  
Unternehmen 0 42,000 123,817 92,362*)  
Institute 0 90,648 12,531 0  
Mengengeschäft 0,174 0 43 0  
Summe 0,174 132,648 136,391 148.407  

*) Garantien von Konzernmüttern für von uns herausgereichte Finanzierungen.
²) Banken/Kreditversicherer als Rückgarant für Kundengarantien.

10. Angaben nach $3 Abs. 10 und 11 InstitutsVergV

Das Vergütungssystem der Bank besteht ausschließlich aus fixen Gehältern. Tarifangestellte Mitarbeiter werden in Anlehnung an den aktuell gültigen Ban-kentarifvertrag entlohnt. Außertarifliche Angestellten werden gemäß den in-dividuellen arbeitsvertraglichen Vereinbarungen bezahlt.
Von der Muttergesellschaft entsandte Mitarbeiter erhalten eine Nettovergütung in Abhängigkeit von der hierarchischen Einstufung und der Anzahl der Familienmitglieder in Deutschland.
Variable Vergütungen und Bonuszahlungen werden weder an die Mitglieder der Geschäftsleitung noch an Mitarbeiter gewährt. Betriebliche Pensionszusa-gen werden ausschließlich gegen entsprechende Kürzung der Bruttogehälter gewährt.
Für die 46 Mitarbeiter inklusive Geschäftsleitung wurden im Geschäftsjahr 2010/11 Gehälter inklusive Sozialzulagen in Höhe von € 3,194 Mio. gezahlt.
 

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