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Statement of Disclosures - Offenlegungsbericht nach § 26a KWG

Mit diesem Bericht setzt die State Bank of India, Zweigniederlassung Frankfurt/ Main (SBI Frankfurt) die Offenlegungsanforderungen nach § 26a Abs. 1 KWG in Verbindung mit §§ 319 bis 337 SolvV um. Der Bericht erstellt ein umfassendes Bild über das aktuelle Risikoprofil und das Risikomanagement der SBI Frankfurt. Er gliedert sich in folgende Punkte:

1. Beschreibung des Risikomanagements

Der Lagebericht 2009/10 der SBI Frankfurt enthält grundsätzliche Informationen zum Risikomanagement.

2. Eigenmittelstruktur

Die Eigenmittel setzen sich wie folgt zusammen:
Kernkapital nach § 10 Abs. 2a KWG in Höhe von (darin enthalten $ 50 Mio. bewertet zum Tageskurs) €145.882.307,01
zur Stärkung der eigenen Mittel überlassene Überschüsse €12.600,379,16
Fonds für allgemeine Bankrisiken €100.000,00
Abzüglich Immaterielle Anlagewerte €58.944,60
Zwischensumme

€158.641.630,77

./. gebundenes EK (statt Pauschalwertberichtigung) €3.000.000,00
Summe aufsichtsrechtliche Eigenmittel €155.641.630,77

 

3. Angemessenheit der Eigenmittel

Die SBI Frankfurt verwendet zur Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung den Kreditrisikostandardansatz (KSA).

In der folgenden Tabelle sind die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen gemäß § 325 Abs. 2 Nr. 1-4 SolvV gegliedert nach den wesentlichen Risikoarten) aufgeführt.

Angaben in T€
Zentralregierungen 361
Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften 0
Institute 12.790
Unternehmen 44.660
Mengengeschäft 19
Sonstige Positionen 51
Summe KSA 57.198
KSA Verbriefungstransaktionen 881
KSA 57.881
Marktrisiken gem. Standardansatz 3.124
Operationelle Risiken gem. Basisindikatoransatz 2.523
Eigenkapitalanforderungen (gesamt) für Adressenausfallrisiken 64.409

Am 30.6.2010 lag die Gesamtkapitalquote und die Kernkapitalquote bei 19,73%, damit über den jeweiligen aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Mindestkapitalquoten für das Gesamtkapital (8%) und für das Kernkapital (4%).

Die im Rahmen unseres Risikomanagements betrachtete Risikodeckungsmasse wird im Risikotragfähigkeitsbericht der SBI Frankfurt losgelöst vom Begriff des regu-latorischen Eigenkapitals analysiert. Unabhängig von dem haftenden Eigenkapital werden der erwartete Jahresüberschuß ebenso wie bereits gebildete Wertberichti-gungen in ein Verhältnis zum Stresstest gesetzt, wobei die durchnittlichen Teilbe-triebsergebnisse der beiden letzten Berichtsjahre als Referenzdaten dienen. Dabei stellt sich heraus, daß die Risikodeckungsmasse aus erwarteten Gewinnen der lau-fenden Berichtsperiode einem Stresstest von 2,25% genügen würde, ohne daß Eigenkapital angegriffen werden müßten.

4. Derivative Adressenausfallrisikopositionen

Die SBI Frankfurt wickelt lediglich Swapgeschäfte zur Sicherung von Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisken ab. Zur Quantifizierung der Eigenkapitalanforderungen wendet die SBI Frankfurt die Marktbewertungsmethode nach § 11 GroMiKV an. Das anzurechnende Kontrahentenausfallrisiko per 30.6.2010 betrug € 4,085 Mio.

5. Adressenausfallrisiko

Das Kreditausfallrisiko ist auf Grund des Geschäftsmodells der SBI Frankfurt von besonderer Bedeutung.

Das Bruttokreditvolumen der SBI Frankfurt (§ 327 SolvV) gliedert sich wie folgt auf:

5.1 Bruttokreditvolumen nach Risiko tragenden Instrumenten

Im laufenden Geschäftsjahr hat sich das Kreditvolumen gemäß § 19 Abs. 1 KWG wie folgt entwickelt (Angaben in T€):

  31.03.2010 30.06.2010
Guthaben bei Zentralnotenbanken 13.667 24.093
Forderungen
Kurz- und mittelfristige Forderungen an
Kreditinstitute 606.673 716.339
Kunden 285.408 325.400
Langfristige Forderungen an
Kreditinstitute 0 0
Kunden 69.113 69.499
Schuldverschreibungen und andere
Festverzinsliche Wertpapiere 132.086 133.516
Summe Bilanzaktiva 1.108.347 1.279.945
Derivate 1.647 4.085
Andere außerbilanzielle Geschäfte
Unwiderrufliche Kreditzusagen 25.225 21.009
Bürgschaften und Gewährleistungen 274.365 258.130
Summe der außerbilanziellen Geschäfte 301.237 283.224
Kreditvolumen 1.408.185 1.563.169

5.2 Bruttokreditvolumen nach geographischen Hauptgebieten

  Banken Nichtbanken Gesamt Anteil
T€ %
Deutschland 499.227 191.251 690.478 52,3
Indien 171.586 162.451 334.037 25,3
EWR (ohne Deutschland) 97.022 130.068 227.090 17,2
Andere 30.098 37.844 67.942 5,2

5.3 Bruttokreditvolumen nach Hauptbranchen

Branchengliederung 31.03.2010 31.03.2009
  TEUR % TEUR %
Banken 823.946 58,6 483.466 52,7
Nichtbanken
Baugewerbe 15.877 1,1 20.312 2,2
Beteiligungsgesellschaften 15.180 1,1 15.431 1,7
Chemische Industrie 73.570 5,2 48.260 5,2
Datenverarbeitung 20.325 1,5 24.465 2,7
Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen 6.696 0,5 6.728 0,7
Energieversorgung 36.217 2,6 33.068 3,6
Erzbergbau 0 0,0 0 0,0
Herstellung von Geräten zur Elektrizitätserzeugung/elektr. Ausrüstung 39.305 2,8 42.663 4,7
Gewinnung von Erdöl und Erdgas, Verarbeitung 11.131 0,8 11.808 1,3
Handel 1.956 0,1 11.264 1,2
KfZ und KfZ-Teile 45.592 3,3 47.004 5,1
Luftfahrt 17.431 1,2 20.607 2,3
Maschinenbau 42.804 3,0 24.727 2,7
Medizin-, Mess- und Steuertechnik 0 0,0 0 0,0
Metallerzeugung- und Verarbeitung 81.426 5,8 31.268 3,4
Öffentliche Verwaltung 4.696 0,3 3.781 0,4
Privatpersonen 245 0,0 459 0,1
Schifffahrt 7.416 0,5 9.263 1,0
Sonstige Dienstleistungen 15.542 1,1 14.152 1,6
Sonstiger Fahrzeugbau 3.958 0,3 4.381 0,5
Textilgewerbe 19.397 1,4 23.993 2,6
Papiergewerbe 5.581 0,4 0 0,0
Telekommunikation 14.843 1,1 0 0,0
Glasindustrie 27.000 1,9 0 0,0
Übrige Finanzdienstleistungsunternehmen 39.187 2,8 26.217 2,9
Versicherungen 19.075 1,4 7.989 0,9
Sonstige 16.532 1,2 3.794 0,4
Summe Nichtbanken 580.979 41,4 431.634 47,3
Summe Banken und Nichtbanken 1.404.928 100,0 915.101 100,0
Zinsabgrenzungen 3.257   3.298  
Summe gesamt 1.408.185   918.399  

5.4 Bruttokreditvolumen nach Restlaufzeiten

Forderungen an Kreditinstitute in T€
Bis 3 Monate 399.401
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 240.737
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 16.164
Mehr als 5 Jahre 0
Forderungen an Kunden
Bis 3 Monate 66.575
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 97.927
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 224.275
Mehr als 5 Jahre 69.499

5.5 In Verzug geratene und notleidende Kredite

Zwei Kredite in Höhe von € 5.205.393 sind per 31.03.2010 mit € 4.215.664 wertberichtigt.

5.6 Risikovorsorge

Zur Vorsorge für latente Kreditrisiken bildet die SBI Frankfurt keine Pauschalwert-berichtigung, da diese in der Zentrale die Bildung einer Wertberichtigung erfordert. Stattdessen betrachten wir auf Anweisung derBaFin € 3 Mio. Kapital als gebunden.

6. Marktrisiko

Die Zinsrisiken bei der SBI Frankfurt werden im Risikotragfähigkeitsbericht für das Kreditgeschäft als marginal bezeichnet, da die meisten Kredite auf der Basis von gleitenden Zinssätzen abgeschlossen werden. Bei längerfristigen Zinssätzen wer-den diese gegen Zinssatzänderungsrisiken abgesichert.

Die SBI Frankfurt ist ein Nicht-Handelsbuchinstitut. Gehandelt wird nur im Rahmen eingeschränkter Bagatellgrenzen (max. € 10 Mio.). Wertpapiere im Handelsbestand werden grundsätzlich zu Marktpreisen bewertet, Wertpapiere im Anlagebestand zu Anschaffungskursen.

Die Eigenmittelanforderungen für Marktrisiken per 30.6.2010 betrugen T€ 3.124.

7. Operationelles Risiko

Die Berechnung der Eigenkapitalunterlegung von operationellen Risiken erfolgt in der SBI Frankfurt nach dem Basisindikatorenansatz. Der Anrechnungsbetrag für operationelle Risiken wird mit 15% des 3-Jahres-Durchschnitts des Bruttoertrages der SBI Frankfurt ausgewiesen. Zum 31.3.2010 ergibt sich ein Anrechnungsbetrag von T€ 2.523.

8. Zinsänderungsrisiko

In der nachfolgenden Tabelle wird gemäß § 333 Abs. 2 SolvV dargestellt wie sich unter der Annahme im Ausmaß verschiedener Zinsszenarien (Schocks) die Höhe des Nettozinseinkommens verändert.

Änderung des Zinseinkommens unter Annahme von Zinsschocks

Angenommene Zinsänderung Änderung des Nettozinseinkommens in T€
+/- 25 bps € 749
+/- 50 bps € 1.497
+/- 100bps € 2.994
+/- 200 bps € 5.988

9. Kreditrisikominderungstechniken

Die SBI Frankfurt berücksichtigt zur Kreditrisikominderderung sowohl Finanzsicher-heiten als auch Gewährleistungen. Bei den finanziellen Sicherheiten handelt es sich um zu Gunsten der SBI Frankfurt verpfändete Bareinlagen. Daneben dienen der SBI Frankfurt Abtretungen aus dem Umlaufvermögen als Sicherheit und Grundschulden.

Sicherheiten werden insbesondere bei indischen Kreditnehmern auch in der Form von Garantien seitens der indischen Muttergesellschaft des Kreditnehmers gewährt, sowie durch Rücknahmeverpflichtungen der kreditunterstützenden Niederlassung der SBI in Indien. ? Uns ist bewußt, daß die letztgenannte Sicherheit keine Sicher-heit im Sinne des HGB ist, sie hat sich jedoch auf Grund der Erfahrung in der SBI Frankfurt als wichtige Sicherheit erwiesen.

Berücksichtigungsfähige Sicherheiten per 31.03.2010 in T€

Forderungsklasse Bareinlagen UmlaufV AnlageV Garantien Rücknahmeverpflichtg.
Zentralregierungen 0 0 0 0 0
Unternehmen 6,738 59,090 62,210 60,640*) 27,140
Institute 0 0 0 87,767²) 0
Mengengeschäft 0,240 0 0 0 0
Summe

*) Garantien von Konzernmüttern für von uns herausgereichte Finanzierungen
²) Banken/Kreditversicherer als Rückgarant für Kundengarantien.



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